Stellungnahme zur Corona-Datenspende-App

Als gemeinnütziger Verein, der sich auch mit den Themen Datenschutz und Datensicherheit auseinandersetzt, sehen wir uns in der Verantwortung, eine Stellungnahme zu “Corona-Datenspende-Apps” abzugeben:

Prinzipiell bergen Apps, die personenbezogene Daten verarbeiten, ein hohes Schadensrisiko durch Missbrauch, Systemangriffe oder Datenpannen. Dies gilt im Besonderen für Daten mit medizinischem Kontext. Die Funktion und Datensicherheit solcher Systeme muss daher gewährleistet und ihr Einsatz auf das Nötigste beschränkt sein. Aktuell wird der breite Einsatz einer solchen App diskutiert, um Covid-19 einzudämmen und gezielte Gegenmaßnahmen zu ermöglichen. Allerdings erfordern Akzeptanz und Toleranz einer solchen App ein hohes Vertrauen der Nutzer. Dafür muss ihre Funktionsweise im Detail bekannt sein und es muss bekannt sein, welche Daten sie sendet und wer sie, in welcher Weise verarbeitet. Aus diesem Grund ist unter anderem die Veröffentlichung des Quellcodes und der Systemarchitektur zwingend erforderlich.

Hier sei auch auf die ausführlichere Stellungnahme des Chaos Computer Clubs vom 06.04.2020: “10 Prüfsteine für die Beurteilung von “Contact Tracing”-Apps” hingewiesen, der wir uns vollumfänglich anschließen.